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Die Abschlussprüfung

Ab 1. Juli 2009 löst die neue skalierte Sprachprüfung "Deutsch-Test für Zuwanderer (A2-B1)" - kurz DTZ genannt - die bisherigen Sprachprüfungen "Zertifikat Deutsch" (B1) und "Start Deutsch 2" (A2) als abschließende Sprachprüfung in Integrationskursen ab.

"Deutsch-Test für Zuwanderer (A2-B1)" als abschließende Sprachprüfungen in Integrationskursen

Die neue Sprachprüfung DTZ wurde durch das Goethe-Institut und die telc GmbH entwickelt. Inhaltliche Grundlage der Aufgabenentwicklung war das vom Goethe-Institut bereitgestellte Rahmencurriculum für Integrationskurse. Der DTZ ermöglicht den Teilnehmenden, am Ende des Sprachkurses ihre tatsächliche Sprachkompetenz fertigkeitsbezogen über die Kompetenzstufen A2 bis B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) nachzuweisen. Das bedeutet, jeder Teilnehmer bekommt ein Zertifikat, auch wenn er noch nicht in allen Fertigkeitsbereichen B1 erreicht hat. Gleichzeitig orientieren sich die Aufgabenstellungen stärker als bisher an den besonderen Kommunikationsbedürfnissen der Zielgruppe der Zuwanderer. Neben der Version für Erwachsene gibt es auch eine Variante für Jugendliche, die im Jugendintegrationskurs eingesetzt wird.

Der DTZ besteht aus einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Bei erfolgreicher Teilnahme am DTZ erhält der Teilnehmer ein Zertifikatb das ihm im Gesamtergebnis Sprachkenntnisse der Kompetenzstufe B1 oder A2 bescheinigt. Um im Gesamtzertifikat das Sprachniveau B1 bestätigt zu bekommen, müssen Teilnehmer im Prüfungsteil "Sprechen" sowie in einem der anderen beiden Prüfungsteile "Hören und Lesen" bzw. "Schreiben" das Niveau B1 erreichen.

Der Sprachprüfung schließt sich der Test zum Orientierungskurs an. Besteht ein Kursteilnehmer sowohl die Sprachprüfung DTZ auf der Stufe B1 als auch den Orientierungskurstest, erhält er mit dem "Zertifikat Integrationskurs" eine Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss des Integrationskurses.

Mit der erfolgreichen Teilnahme an der Sprachprüfung "Deutsch-Test für Zuwanderer" (DTZ) zeigt ein Teilnehmer, dass er ein wesentliches Ziel des Integrationskurses erreicht hat. Auch Teilnehmende in Alphabetisierungskursen, die am Ende des Kurses in der Regel das B1-Ziel noch nicht erreicht haben, können so im Gesamtergebnis Sprachkenntnisse auf der Stufe A2 nachweisen.

Zulassung zur einmaligen Wiederholung der Abschlussprüfung

Hat ein Teilnehmer am DTZ teilgenommen, die Prüfung aber nicht bestanden bzw. ein A2-Zertifikat erhalten, kann er vom Bundesamt zu einer einmaligen Wiederholung des Aufbausprachkurses mit zusätzlichen 300 Unterrichtseinheiten zugelassen werden. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass er ordnungsgemäß am Integrationskurs teilgenommen hat. Die Zulassung zur Wiederholung umfasst auch die einmalige kostenfreie Wiederholung der Sprachprüfung.

Welche Sprachkompetenzen bescheinigt die Prüfung "Deutsch-Test für Zuwanderer" (A2 - B1)?

Der "Deutsch-Test für Zuwanderer" basiert auf dem kommunikativen und handlungsorientierten Lehr- und Lernansatz, d.h. die Prüfungsteilnehmenden bewältigen als sprachlich Handelnde kommunikative Aufgaben in den vier Fertigkeitsbereichen Lesen, Hören, Schreiben und Sprechen – allerdings auf unterschiedlichen Kompetenzstufen.

Teilnehmer, die den "Deutsch-Test für Zuwanderer" mit dem Gesamtergebnis B1 bestehen, weisen damit nach, dass sie auf der unteren Stufe des Bereichs "Selbstständige Sprachverwendung" sprachliche Probleme des Alltags flexibel bewältigen können, indem sie zum Beispiel ein Gespräch aufrecht erhalten und in alltäglichen Situationen ausdrücken können, was sie sagen möchten. Ihr Wortschatz reicht aus, um sich, wenn auch manchmal zögernd und mit Hilfe von Umschreibungen, über Themen wie Familie, Hobbys und Interessen, Arbeit, Reisen und aktuelle Ereignisse unterhalten zu können.

Teilnehmer, die den "Deutsch-Test für Zuwanderer" mit dem Gesamtergebnis A2 bestehen, weisen damit nach, dass sie auf der oberen Stufe des Bereichs "Elementare Sprachverwendung" Sätze und häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen können, die mit Bereichen von ganz unmittelbarer Bedeutung zusammenhängen (zum Beispiel Informationen zur Person und zur Familie, Einkaufen, Arbeit, nähere Umgebung). Außerdem können sie sich in einfachen, routinemäßigen Situationen verständigen, in denen es um einen einfachen und direkten Austausch von Informationen über vertraute und geläufige Dinge geht, d.h. sie können mit einfachen Mitteln beispielsweise die eigene Herkunft und Ausbildung, die direkte Umgebung und Dinge im Zusammenhang mit unmittelbaren Bedürfnissen beschreiben.

Um in den genannten Themenbereichen erfolgreich kommunizieren zu können, muss der Teilnehmer eine Vielfalt von Redemitteln (themenbezogener Wortschatz, grammatische Strukturen, Diskursstrategien, Sprachintentionen) einsetzen. Ausführliche Beschreibungen der dazu notwendigen produktiven und rezeptiven Fertigkeiten können Sie dem Prüfungshandbuch "Deutsch-Test für Zuwanderer. Prüfungsziele. Testbeschreibung" entnehmen.

Durchführung der Abschlussprüfungen

Die mit der Durchführung der Integrationskurse verbundenen Steuerungs-, Koordinierungs- und Kontrollfunktionen werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge wahrgenommen, das die telc GmbH als Testinstitut mit der Prüfungsorganisation beauftragt hat.

Der DTZ wird im Rahmen der Integrationskurse durch vom Bundesamt zugelassene Träger angeboten. Für die Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss des Integrationskurses können gleich- oder höherwertige Sprachprüfungen anerkannt werde Hinweise zur Prüfungsorganisation finden Sie im Konzept für einen bundesweiten Integrationskurs (II.) sowie auf der Internetseite der TELC GmbH.

Wie kann man sich auf die Prüfung vorbereiten?

Die Prüfungsvorbereitung ist ein wichtiger Bestandteil des Integrationskurses. Durch sie lernt ein Teilnehmer die einzelnen Teile der Prüfung kennen und übt zusammen mit den anderen Kursteilnehmern, wie er die Aufgaben am besten löst.

Über die unten stehenden Links können Sie sich die Übungssätze zum "Deutsch-Test für Zuwanderer" kostenlos herunterladen.
Neben Beispielaufgaben finden Sie in den Übungssätzen auch ausführliche Hinweise zur Durchführung und Bewertung der Prüfung. Sie können sich so einen ersten Überblick über die Prüfung verschaffen, sie zur Vorbereitung auf die Prüfung verwenden oder sie aber auch wie richtige Prüfungen einsetzen. Die Tonaufnahmen zu den Prüfungsteilen Hörverstehen können Sie ebenfalls über den unten stehenden Link herunterladen.

Alternativ dazu können Teilnehmer die rezeptiven Testteile Hör- und Leseverstehen auch hier online bearbeiten.

Nachqualifizierungsangebot für Prüfer im Prüfungsteil "Sprechen"

Ab dem 01.07.2009 müssen Prüfer, die bei Integrationskursträgern den mündlichen Prüfungsteil der Sprachprüfung "Deutsch-Test für Zuwanderer" abnehmen wollen, über eine gültige Prüferlizenz für die neue Prüfung verfügen. Dazu werden durch die telc GmbH jährlich kostenlose Präsensschulungen angeboten. Schulungstermine und Teilnahmekonditionen können auf der telc-Website eingesehen werden.

Prüfer, die über eine gültige Prüferlizenz zur Abnahme der vormals eingesetzten "Zertifikats Deutsch"-Prüfung verfügen, können sich alternativ auch durch Teilnahme an einem Online-Schulungsmodul entsprechend nachqualifizieren. Dazu wurde auf der telc-Website ein Online-Schulungsangebot bereitgestellt. Um eine ausreichend große Anzahl lizenzierter Prüfer zu gewährleisten, ist bis zum 31.12.2009 die Teilnahme der ersten 2000 Prüfenden kostenfrei.

Der bundeseinheitliche Orientierungskurstest

Ab dem 1. Januar 2009 startet der bundeseinheitliche Orientierungskurstest. Dabei bekommt jeder Testteilnehmer einen Fragebogen mit insgesamt 25 Fragen. Auf dem Testfragebogen sind zu jeder Frage vier mögliche Antworten angegeben. Die richtige Antwort muss jeweils angekreuzt werden. Für die Beantwortung der 25 Fragen hat der Teilnehmer 45 Minuten Zeit. Der Test ist bestanden, wenn mindestens 13 von 25 Fragen richtig beantwortet wurden. Einen Überblick über alle für den Test relevanten Themen bieten der Gesamtkatalog der Orientieurngskurstestfragen sowie das Curriculum für den Orientierungskurs.

Mustertest und Gesamtkatalog der Testfragen

Der Mustertestbogen veranschaulicht, wie die beim Orientierungskurstest verwendeten Testfragebögen aussehen. Der Schwierigkeitsgrad des Musterbogens entspricht den in der Praxis zum Einsatz kommenden Fragebögen. Am Tag der Prüfung bekommt jeder Teilnehmer einen eigenen Testbogen mit jeweils einer anderen Zusammenstellung von 25 Fragen. Selbstverständlich haben alle Testbögen den gleichen Schwierigkeitsgrad. Der Gesamtkatalog der Orientierungskurstestfragen kann auch gleich heruntergeladen werden; er enthält alle 250 möglichen Fragen.

Interaktiver Mustertest

Der interaktiven Mustertestbogen kann probeweise online ausgefüllt werden. Sind alle Fragen beantwortet, wird angezeigt, welche Fragen richtig beantwortet wurden und welche nicht. Anschließend besteht die Möglichkeit, sich die jeweils richtigen Lösungen anzeigen zu lassen.

Interaktiver Fragenkatalog

Das Bundesamt stellt an dieser Stelle den Gesamtkatalog der für den Einbürgerungstest zugelassenen Prüfungsfragen online zur Verfügung. Indem die Teilnehmer den Fragenkatalog online bearbeiten, können sie sich kursbegleitend auf den Orientierungskurstest vorbereiten. Dabei bekommen sie nach der Bearbeitung jeder Frage anschließend gleich die richtige Anwort angezeigt. Insgesamt werden hier 250 Fragen präsentiert.


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